14:20

Das Recht auf die eigene Meinung (4)

Die Autorin nutzte auf der Pinkmelon-Plattform den Melde-Button, um die beldigende und persönlich angreifende Nachricht der Berichtschreiberin der Forums-Administration zu melden.

Dabei zitierte sie sowohl die entsprechende PN, als auch den Testbericht, der Auslöser des Konflikts war. Ferner legte sie erneut ihre Kritikpunkte dar, die sie bereits mehrfach in Kommentaren oder PNs deutlich gemacht hatte. Zudem äußerte sie Bedenken, dass die Berichtschreiberin, eine bekannte und augenscheinlich auch sehr beliebte Nutzerin der Plattform, ihrer "Pflicht" als quasi-öffentliche Person des Forums gerecht werde, sondern ihre beleidigende und obsessive Art mit Kritik umzugehen sich eher negativ auf den Eindruck von Pinkmelon auswirken könnte.

Schließlich äußerte die Autorin noch den Wunsch, dass die Administration sich in irgendeiner Form der Lage annehmen möge, dabei verwies sie erneut auf den beleidigenden und destruktiven Inhalt der bereits zitierten PN (1).

Die Autorin erhielt daraufhin folgende PN von der Forums-Administratorin:

Hallo CheshireAlice,

danke dir für deine Nachricht.
Es ist mir natürlich nicht entgangen, dass es zwischen dir und Mylanqolia anscheinend zu starken Unstimmigkeiten gekommen ist, schließlich habe ich als Administrator einen Überblick über alle Kommentare, die zu den Artikeln abgegeben werden.

Mylanqolia ist von Beginn an bei Pinkmelon.de angemeldet und es gab noch nie eine derartige Auseinandersetzung zwischen ihr und anderen kritischen Usern. Du musst ihr also anscheinend durch die Art und Weise wie du Kritik geübt hast, einen driftigen Grund gegeben haben, dass sie auf diese Weise gekontert hat.

Da wir auf Pinkmelon.de jedoch keinen Ärger in dieser Form möchten, bitte ich dich von Kommentaren zu Mylanqolias Beiträgen in Zukunft abzusehen, damit es nicht zu erneuten Unstimmigkeiten kommt. Ich denke zwischen dir und Mylanqolia ist alles gesagt und es ist kein weiterer Meinungsaustausch mehr notwendig.

Die Profilnachricht welche Mylanqolia dir hinterlassen hat, habe ich gelöscht, sowie auch deine Kommentare in ihrem Testbericht.
Mylanqolia habe ich gebeten die Kommentare in ihrem Testbericht in denen sie auf deine Kommentare antwortet, zu editieren. Denn ich befürchte, dass das Ganze ansonsten kein Ende nimmt.
Des Weiteren habe ich sie darum gebeten, keinen Kontakt mehr zu dir aufzunehmen.

Ich hoffe sehr, dass auf diese Weise wieder Ruhe einkehrt.

Viele Grüße
Mel


Die Autorin möchte sich an dieser Stelle für die schnelle Reaktion der Administratorin bedanken. Sie möchte jedoch erneut festhalten, dass sie von der ihrer Meinung nach überzogenen Reaktion der Berichtschreiberin zunäcsht sehr überrascht war und in den von ihr geäußerten Kritikpunkten keinen Auslöser für eine derart heftige Reaktion entdecken kann.
Ferner bedauert die Autorin, dass sie - obwohl die jeweiligen Äußerungen der Autorin zu diesem Zeitpunkt noch auf der Website belegt waren - die gleiche "Behandlung" erhält wie die Berichtschreiberin, die in ihren PNs aggressiv und beleidigend formulierte, was die Autorin bewusst vermied.
Weiterhin bedauert die Autorin, dass zumindest augenscheinlich die Berichtschreiberin durch ihren guten Track Record in diesem Fall über eine Befolgung der bereits zitierten Netiquette erhaben ist - sollte in privaten Nachrichten zwischen der Administratorin und der Berichtschreiberin dieser Punkt angesprochen worden sein, zieht die Autorin diese Aussage selbstverständlich zurück.

(1) Der entsprechende Austausch ist von der Administratorin der Seite entfernt worden und kann deshalb nur sinngemäß wiedergegeben werden. Wörtliche Zitate stammen aus Sicherungskopien, die die Autorin des Blogs vorgenommen hatte, bevor die entsprechenden Beiträge gelöscht wurden. Gleiches gilt für Auszüge aus Persönlichen Nachrichten (PN), die ebenfalls von der Administratorin aus dem Postfach der Autorin gelöscht wurden.

14:09

Das Recht auf die eigene Meinung (3)

Die Autorin erhielt nach ihrer bereits publizierten Reaktion auf die PN der Berichtschreiberin noch eine weitere Nachricht von ihr. Diese wird im Folgenden wörtlich zitiert (1):

Schön, dass du dich in deiner arroganten Art über alles und jeden erheben kannst. Du must Gott sein! Darf ich dich anbeten?

Du attestierst mir also Kritikunfähigkeit. Wie kann man diese Krankheit heilen, Frau Neunmalklug? Werde ich jemals wieder glücklich werden? Bin ich nur noch ein Mensch 2.Klasse? Ich bin wertlos. Apropos, auch ich habe ungepflegte Nägel nach einem Gelnagel-Intermezzo mit unglücklichem Ausgang. Dein Kommentar zu dem Thema (2) ist wirklich köstlich. Selten so gut und so lange gelacht. Darf ich deine wohlgeformten, perfekten Nägel sehen? Darf ich nur einen kurzen Blick darauf werfen und mich in ihrer Aura suhlen? Darf ich ferner einen Strahl deiner Göttlichkeit und Perfektion erhaschen? Welch Glück, dass du unfehlbares Wesen mit mir kommunizierst! Ich muss demnach zu Höherem auserkoren sein. Ich bin eine Prophetin.

Weißt du, was? Wenn du eine wichtige Person in meinem Leben wärst, dürftest du mir n einem angemessenen Ton Tipps geben oder mich in Grund und Boden kritisieren. Denn ich wüsste, dass diese Kritik von Herzen kommt. Aber bei dir bezweifle ich ganz stark, dass es dir um einen verbesserungvorschlag geht. Dir geht es nur um dich. Du benötigst scheinbar meine Aufmerksamkeit, die dir ab jetzt nicht mehr zuteil wird.


Diese Reaktion wurde von der Autorin als überzogen und beleidigend empfunden - die Erklärungen der Autorin für ihre Meinung werden darin nicht aufgegriffen, sondern die Person der Autorin wird mehrmals persönlich angegriffen - unter anderem wird ihr Qualitätsanspruch an Beiträge als lächerlich dargestellt, sowie als das Streben nach Überhöhung und (ironisierter) Prefektion. Weiterhin werden der Autorin Meinungen in den Mund gelegt, die sich nachweislich in dieser Form nie geäußert hat - so hat die Autorin zu keiner Zeit die Berichtschreiberin als "wertlos" oder "Mensch 2. Klasse" tituliert (3).

Die Autorin entschloss sich demenstprechend die Kontaktaufnahme zu der Berichtschreiberin zu beenden und sich an die Administration zu wenden, mit der Bitte um Klärung des Konflikts.



(1) Der entsprechende Austausch ist von der Administratorin der Seite entfernt worden und kann deshalb nur sinngemäß wiedergegeben werden. Wörtliche Zitate stammen aus Sicherungskopien, die die Autorin des Blogs vorgenommen hatte, bevor die entsprechenden Beiträge gelöscht wurden. Gleiches gilt für Auszüge aus Persönlichen Nachrichten (PN), die ebenfalls von der Administratorin aus dem Postfach der Autorin gelöscht wurden.

(2) Die Berichtschreiberin bezieht sich an dieser Stelle auf einen anderen Kommentar, den die Autorin am 27.04.2010 unter dem Testbericht einer anderen Testerin hinterlassen hatte.

(3) An dieser Stelle sei nur halb ernsthaft Godwin's Law erwähnt, dass die Autorin in diesem Rahmen für passend hält, es jedoch nicht explizit ausführen möchte.

13:51

Das Recht auf die eigene Meinung (2)

Nach dem unten geschilderten Austausch reagierte die Autorin des Blogs zunächst kurzzeitig nicht auf Kontaktversuche der Berichtschreiberin, da die Autorin nicht mit dem Kommentarbereich des Plattform vertraut war - Zugriff auf Private Nachrichten (PN) erhalten Mitglieder nur im Foren-Bereich, diese werden auch nur dort angezeigt, nachdem das betreffende Mitglied eine Benachrichtigung per Mail erhalten hat.

Die Berichtschreiberin änderte in dieser Zwischenphase ihre Signatur, die unter allen ihren Beiträgen im Forum angezeigt wird, dahingehend, dass sie folgende Sätze enthielt (1):
** reagiere allergisch auf grinsende Besserwisserkatzen
***Erst lesen, dann kommentieren! Danke! (2)

Da der Nickname der Autorin auf der Pinkmelon-Plattform "CheshireAlice" lautet, nimmt sie mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit an, dass zumindest er erste Satz sich konkret an sie richtet. Weiterhin erwiderte die Berichtschreiberin auf das Lob einiger anderer Kommentatorinnen: "In Zukunft werde ich allerdings nicht mehr damit dienen. Bedankt Euch bei einer grinsenden Katze namens Alice."
Aus den oben genannten Gründen, sieht es die Autorin als beinahe sicher an, dass sie in diesem Fall angesprochen wurde.

Schließlich sendete die Berichtschreiberin auch eine PN an die Autorin, die diese aufgrund der Nichtvertrautheit mit den Besonderheiten der Plattform (die Autorin weist an dieser Stelle darauf hin, dass sie die Plattform bereits seit einiger verfolgt, den Forenbereich jedoch nicht nutzt) erst einige Stunden später entdeckte.

Diese PN wird im folgenden wörtlich zitiert (2):

Liebe CheshireAlice,

dir sollte es nicht entagengen sein, dass ich mich verbal zu rechtfertigen weiß. Wie du mir, so ich dir. Ja, ich bin kritikfähig, aber deine Mängelrüge scheint mir sehr aus der Luft gegriffen zu sein. Inwieweit inhaltsleere Fragen? Worüber soll Pinkmel, die übrigens das Maskottchen dieser Seite ist (ihr Konterfei ist rechts zu bewundern) mich denn sonst ausfragen? Über Existentielles? Dir ist schon bewusst, dass es hier nur um Produkterfahrungen geht. Und wenn du mit der Struktur Probleme hast, so ist das DEIN Problem, das offenbar nicht von den anderen beiden Leserinnen geteilt wird. Zudem fehlt dir wohl das nötige Vorwissen, um meinen Schreibstil beurteilen zu können. Ich bin nicht erst seit ein paar Tagen Testberichteschreiberin, sondern schon länger dabei. Stets bin ich auf der Suche, das Gewöhnliche zu unterwandern. Komischerweise hat mich die geniale Macherin dieser Seite noch nie dafür zur Rechenschaft gezogen. Denn ich war immer so klug, mir im Vorfeld die Erlaubnis für Experimente einzuholen, wohl wissend, dass es solche ständig meckernden Besserwisser wie du gibt. Sie zeichnet sich im Gegensatz zu dir durch eine beeindruckende Offenheit für Neues aus. Ich bin übrigens nicht die Einzige, die wortakrobatisch etwas über die Stränge schlägt. Wie würdest du denn den wunderbaren TB des Autors >>> http://www.pinkmelon.de/test/pflege-...-face-gel.html bezeichnen? Ja, Frau Richterin, Ihre Meinung ist gefragt.
Ganz ehrlich, ich finde deine Art, meinen Schreibstil anzugreifen, geradezu lächerlich. Hast du nichts Besseres zu tun? Es ist außerdem besonders mutig von dir, aus der schützenden Anonymität heraus anzugreifen. Das zeugt von Größe.
Aber da ich weiß, dass du auf deinem seltsamen Standpunkt beharren wirst und mich wahrscheinlich wie ein religiöser Fanatiker von der Richtigkeit deiner einzig wahren Behauptung überzeugen möchtest, sehe ich mit Freude und Gelassenheit einem ewig währenden Wortgefecht entgegen. Ich hoffe, dir ist es recht, sie im privaten Bereich fortzuführen. :-)

Bis dahin verbleibe ich mit den besten Grüßen.
__________________
* Sleek Make Up-Jüngerin
** reagiere allergisch auf grinsende Besserwisserkatzen
***Erst lesen, dann kommentieren! Danke!

Die Autorin war zunächst vor allem wegen der Heftigkeit dieser Reaktion überrascht und empfand sie als "obsessiv" - sie entschied sich zur Stellungnahme zu folgender Antwort (2):

Mylanqolia,

ich meckere nicht ständig, sondern ich habe einmal gemeckert.
Ich habe nicht deinen Stil angegriffen, sondern deine, in diesem Fall (bzw. in zwei Fällen, aber ich habe ja nur bei dem einen Artikel kommentiert) gewählte Textform.
Ich habe nicht kritisiert, dass dein Beitrag gegen die Regeln von Pinkmelon verstoßen würde, sondern dass ich ihn für sinnlos halte.
Ich suche nicht den Schutz der Anonymität, sondern nutze in diesem Moment erstmals den Forenbereich von Pinkmelon.
Ich halte dich nicht für schlecht, sondern für völlig kritikunfähig.

Den von dir verlinkten Artikel finde ich stilistisch ebenfalls fragwürdig, hätte ich ihn gelesen, hätte ich ihn wahrscheinlich ebenfalls kritisiert. Da mich Männerpflege aber herzlich wenig interessiert, sehe ich dazu keine Veranlassung.

Ferner denke ich, dass es gerade die Fanatiker sind, die zu allem Ja und Amen sagen. Eine Eigenschaft, die mir abhanden gekommen ist, wie mindestens 1/3 deiner Signatur anscheinend belegt. (4)




(1) Die Berichtschreiberin hat nach dem Einschreiten der Forums-Administratorin ihre Signatur erneut geändert, so dass der zitierte erste Satz nicht mehr enthalten ist. Die neue Signatur lautet: ** zweifelt an der Existenzberechtigung von Hatern, die sich selbst als "Kritiker" bezeichnen (3)

(2) Der entsprechende Austausch ist von der Administratorin der Seite entfernt worden und kann deshalb nur sinngemäß wiedergegeben werden. Wörtliche Zitate stammen aus Sicherungskopien, die die Autorin des Blogs vorgenommen hatte, bevor die entsprechenden Beiträge gelöscht wurden. Gleiches gilt für Auszüge aus Persönlichen Nachrichten (PN), die ebenfalls von der Administratorin aus dem Postfach der Autorin gelöscht wurden.

(3) Dieses Zitat ist Eigentum der Autorin Mylanqolia und wurde auf Pinkmelon veröffentlicht, wie im Fließtext und an dieser Stelle durch Nennung der Autorin und Verlinkung der Quelle belegt wird. Sollten die Autorin des Berichts, die Administratorin der Seite oder andere Berechtigte Einwände gegen das hier verwendete Zitat haben, bitte ich sie, mir dies mitzuteilen. Sollte sich dieses Zitat außerhalb von §51 UrhG bewegen, werde ich den entsprechenden Abschnitt umgehend entfernen.

(4) Die Schriftfarbe wurde in diesem Blog-Beitrag gewählt, um die Antwort der Autorin optisch von der Berichtschreiberin abzugrenzen. Den Farben sollte keinerlei weiterei Bedeutung zugemessen werden.

13:14

Das Recht auf die eigene Meinung

"Du kannst dich aber nicht nur über die Produkte informieren, sondern mit Hilfe der Kommentarfunktion Fragen dazu stellen oder von deinen eigenen Erfahrungen berichten", so titelt die Website Pinkmelon im Header des Testberichts-Bereich - ganz im Sinne des Web 2.0 werden die Besucher zum Mitgestalten aufgefordert. Zwar kann nicht jeder eigene Themen-Beiträge posten (zumindest in diesem Bereich, im Forum gelten andere Regeln), aber jedere angemeldete User kann die veröffentlichten Testberichte kommentieren, dies wird ja scheinbar sogar gewünscht.

Leider scheint die Realität jedoch anders zu sein: Kritische Beiträge sind demnach sehr mit Vorsicht zu verfassen, zumindest inoffiziell scheint die Regel zu gelten "Wenn du nichts Nettes zu sagen hast, sag lieber gar nichts." Ein Ansatz, der einem kritischen und konstruktivem Austausch Steine in den Weg legt.

Im konkreten Fall geht es um eine Qualitätsdebatte - darf man von User Generated Content Qualität erwarten? Zumindest am Beispiel des Superprojekts Wikipedia lautet die Antwort eindeutig "ja". Zwar können auch unangemeldete Nutzer Beiträge editieren, in diesem Fall wird jedoch die IP-Adresse aufgezeichnet. Artikel, die nicht den Qualitätsstandards von Wikipedia gerecht werden, werden getaggt - wie zum Beispiel der Artikel zu Social Media, der mit dem Hinweis versehen wurde, dass die Informationen nicht hinreichend belegt sind.

Im Fall von Pinkmelon scheint die Antwort auf die Qualitätsfrage jedoch eher negativ auszufallen. Der Testbericht "Keine Spur vom Regenbogen" war dabei der Stein des Anstoßes: Es handelt sich um eine Rezension eines Eyeliners von Agnés b, der von der Testerin in Form eines "fiktiven Interviews" verfasst wurde. Interviewerin war dabei das Seiten-Maskottchen Pinkmel, eine gebräunte Comic-Blondine im rosa Kleid, die die Seite ziert.

Der Bericht wurde von einer Kommentatorin - der Autorin dieses Blogs - zunächst negativ bewertet (1), auf die Reaktion der Berichtschreiberin hin, explizierte die Kommentatorin, dass sie die gewählte Form des fiktiven Interviews für wenig sinnvoll halte, da zum einen die Übersichtlichkeit des Artikels darunter leide, zum anderen enthalte der Artikel Passagen, die inhaltlich nichts zur Rezension beitragen.

Konkret handelt es sich dabei um folgenden Abschnitt:

Pinkmel: Und das wäre?

Mylanqolia: Das Schütteln des Stiftes.

Pinkmel: Bei dir geht es beim Testen offenbar sehr rhythmisch zu. Lass mich raten: Eine Mischkugel sorgt für die musikalische Untermalung.

Mylanqolia: Richtig! Für diese Antwort erhältst du 1000 Gummipunkte und einen aufblasbaren iPod. Glücklicherweise hat man bei diesem Liner daran gedacht. Andernfalls würde die Flüssigkeit schneller breiig werden und eintrocknen. (2)


Aus dem zitierten Abschnitt lässt sich für den Leser zwei Informationen ableiten: a) Dass der Eyliner über eine "Mischkugel" verfügt, b) dass diese das Eintrocknen des Stiftes verhindert. Diese beiden Informationen werden in insgesamt vier Abschnitten transportiert, wovon die ersten beiden Sinnabschnitte keinerlei Informationsgehalt haben, der dritte immerhin das Stichwort "Mischkugel" enthält, dass im vierten Sinnabschnitt näher ausgeführt wird.

Die Autorin des Blogs kommentierte unter den Artikel sinngemäß (1), dass die Berichtschreiberin sich selbst interviewe, weil es sonst niemand tue - eine Formulierung die ursprünglich gedacht war, auf die (nach Meinung der Autorin) sinnlose Interview-Form hinzuweisen. Dabei ist natürlich zu beachten, dass gerade beim Medium Internet Missverständnisse vorkommen können - Nicola Döring beschreibt das in ihrem 2003 erschienen Buch "Die Sozialpsychologie des Internet" (3) mit dem Stichwort "Kanalreduktion" - Internet-User die Miteinander in Kontakt treten, können nicht alle (Sinnes-)Kanäle nutzen; so fallen zum Beispiel Intonation und Gestik weg. Dadurch steigt die Anfälligkeit für Fehlinterpretationen und Missverständnisse.

Die Berichtsschreiberin erwiderte daraufhin Folgendes: Dieses Interview ist rein ironisch zu verstehen und fungiert als Dynamisierung der monotonen und zugleich redundanten Form eines Testberichts. Der Schwerpunkt liegt dabei auf dem Produkt, was einem aufmerksamen Leser sicherlich nicht entgangen sein wird. Unaufmerksame Leser sollten sich ihre unreflektierten Kommentare sparen. Danke. (1)

In Anbetracht der oben erwähnten Idee der Kanalreduktion, mit der sich die Autorin 2009 im Rahmen eines Seminar eingehend beschäftigte, explizierte die Autorin daraufhin (1), dass sich ihre Kritik vor allem gegen die gewählte Interview-Form richte, die sie für "sinnlos" halte. Zudem betonte die Autorin, dass sich sich nicht als unreflektierte Leserin verstehe, sondern im Gegenteil nach Reflektion des Artikel beschlossen habe, Kritik zu äußern. Ferner bezeichnete sie die Berichtschreiberin als "kritikunfähig", ausschlaggebend hierfür war die extrem heftige und wenig konstruktive Reaktion der Berichtschreiberung auf den ersten Kommentar der Autorin.



(1) Der entsprechende Austausch ist von der Administratorin der Seite entfernt worden und kann deshalb nur sinngemäß wiedergegeben werden. Wörtliche Zitate stammen aus Sicherungskopien, die die Autorin des Blogs vorgenommen hatte, bevor die entsprechenden Beiträge gelöscht wurden. Gleiches gilt für Auszüge aus Persönlichen Nachrichten (PN), die ebenfalls von der Administratorin aus dem Postfach der Autorin gelöscht wurden.

(2) Dieses Zitat ist Eigentum der Autorin Mylanqolia und wurde auf Pinkmelon veröffentlicht, wie im Fließtext und an dieser Stelle durch Nennung der Autorin und Verlinkung der Quelle belegt wird. Sollten die Autorin des Berichts, die Administratorin der Seite oder andere Berechtigte Einwände gegen das hier verwendete Zitat haben, bitte ich sie, mir dies mitzuteilen. Sollte sich dieses Zitat außerhalb von §51 UrhG bewegen, werde ich den entsprechenden Abschnitt umgehend entfernen.

(3) Döring, Nicola (2003): Sozialpsychologie des Internet. Die Bedeutung des Internet für Kommunikationsprozesse, Identitäten, soziale Beziehungen und Gruppen. Göttingen: Hogrefe.

12:51

The Rules of the Internet

User Generated Content dient der Verbreitung von Wissen und ist in dieser Funktion beinahe demokratisch: Das Wissen des Einzelnen wird der Masse zugänglich gemacht, Informationen werden ausgetauscht und die Kluft zwischen Produzent und Rezipient wird geschlossen - jeder kann Beiträge produzieren und konsumieren.

Dabei soll keineswegs ausgedrückt werden, dass Plattformen demokratisch sind: das jeweilige "Oberhaupt" hat das Recht und die Aufgabe den Ablauf sicher zustellen und Qualitätsstandards zu wahren, die seinen Vorstellungen entsprechen, letzlich kann er sie also beinahe willkürlich festlegen. Dabei wird es ihm jedoch entgegen kommen, sich an gängigen Ideen von akzeptablen und nachvollziehbaren Regelwerken zu orientieren und keinen kleinstregulierten orwell'schen Überwachungsstaat aufzubauen. In Zeiten von gesteigertem Interesse an Datensicherheit und informationeller Selbstbestimmung sind User durchaus auch an ihren eigenen Rechten interessiert, und können sich im Zweifesfall immer auch gegen die Nutzung einer bestimmten Plattform entscheiden.

Bei Pinkmelon befinden sich die Regeln im üblichen Rahmen: Während für den Rezensionsbereich keine eigenen Verhaltensvorhaben expliziert werden, findet sich im Forum ein Beitrag unter dem Schlagwort "Netiquette", der das Zusammenleben der UserInnen regeln soll:

So wird unter anderem darauf hingewiesen, dass bei Humor und Sarkasmus Vorsicht geboten sei, entsprechende Beiträge solle man "entsprechend zu kennzeichnen (z.B. mit Hilfe von Smileys oder Abkürzungen), damit keine Mißverständnisse entstehen."
Weiterhin sollen öffentliche Streitigkeiten vermieden und diese lieber in privaten Nachrichten ausgetragen werden, denn "das Forum ist nicht dafür gedacht andere Mitglieder an den Pranger zu stellen! Jeder hat ein Recht auf seine Meinung."
Unvermeidlich ist auch der Hinweis, dass Beiträge nicht erwünscht sind, die "Beschimpfungen, rassistische, sexistische, chauvinistische oder ähnlich diskriminierende Aussagen (...), Beleidigungen, Beiträge die zu Straftaten aufrufen, Real- / Cyber- / Cam- /Telefonsexgesuche o.ä." enthalten. Diese werden laut Administratorin Mel gelöscht und das betreffende Mitglied wird ermahnt.

12:30

Lippenstift 2.0

Web 2.0 und Social Media sind Schlagworte, die seit einiger Zeit aus dem medialen Umfeld nicht mehr wegzudenken sind. Die Revolution des Web 2.0 - der Internetanwender wurde vom bloßen Nutzer um aktiven Macher - hat nicht nur das Super-Erfolgskonzept Wikipedia hervorgebracht, sondern zeichnet auch für die Myriade von Blogs verantwortlich, die zu jeder denkbaren Themenstellung Antworten und Meinungen liefern.

Auf den Technologien des Web 2.0 basieren die Social Media - Andreas Kaplan und Michael Haenlein haben den Begriff folgendermaßen definiert: "a group of Internet-based applications that build on the ideological and technological foundations of Web 2.0, and that allow the creation and exchange of User Generated Content." (1) Wir bewegen uns also weg vom Monolog, sondern können unser Informationsbedürfnis im Austausch mit anderen Nutzen stillen.
Dass sich dabei Interessengemeinschaften bilden, die durch ähnliche Hobbies und Neigungen zusammengeführt werden, ist eine unvermeidliche Folge.

Diese Netzwerke können dementsprechend nicht nur auf den Erfahrungsschatz eines Mitglieds zugreifen, sondern im besten Fall das Wissen aller allen zugänglich machen - die Bandbreite ist dabei unüberschaubar, zahlreiche Wikis dokumentieren das Wissen von Internet-Usern zu den unterschiedlichsten Bereichen, Foren-Communities geben Tipps zu Erziehungsfragen, Auto-Tuning oder dem Anbau von Cannabis.

An einer Schnittstelle befindet sich vielleicht die Seite Pinkmelon, die sich Beauty-Fragen verschrieben hat. Laut Selbstbeschreibung ein "unabhängiges Testportal" setzt sich der Content aus News-Bereichen, einer Foren-Plattform und einer Test-Sektion zusammen, in der angemeldete Mitglieder Testberichte zu verschiedenen Make Up-Produkten online stellen. Die Testerinnen erhalten ihre Produkte teilweise von den Betreibern der Plattform, teilweise sind es privat gekaufte Produkte, die rezensiert werden.
Es handelt sich also um ein Portal, dass "herkömmliche" Informationen verbreitet (die News stammen zum Beispiel aus Pressemitteilungen oder Newslettern), sowie einen großen Fokus auf den User Generated Content legt, in Form der Testberichte der Mitglieder.

(1) Quelle: Kaplan, Andreas M./ Haenlein, Michael (2010): Users of the world, unite! The challenges and opportunities of Social Media. In: Business Horizons 53(1), S. 59 - 68.

12:05

Bloggst du weiblich?

Die Beauty-Blogger sind auf dem Vormarsch - bereits 2006 titelte Spiegel Online "Der Nachwuchs ist weiblich" und hielt fest, dass im deutschsprachigen Raum beinahe so viele weibliche Blogger im Netz unterwegs sind, wie ihre männlichen Counterparts. In der Altergruppe unter 20 dominieren sogar die Frauen mit 66% die Geschlechterlandschaft.
Worüber bloggen Frauen aber? Genau diese Frage haben sich BlogHer und Compass Partners 2008 gestellt und unter us-amerikanischen Bloggerinnen die Social Media Benchmark Study durchgeführt. Das Ergebnis: Frauen bloggen über Frauenthemen, während "harte" Themen wie Politik immer noch eher Männerdomäne sind.

Dabei lassen sich auch Unterschiede in den Altergruppen feststellen*: Die sogenannten "Millennials" (18 - 24 Jahre) konzentrieren sich auf die Themen Entertainment (47%), Sex/ Relationships/ Dating (43%), Food (30%) und Fashion/ Beauty/ Shopping (27%).
Tatsächlich zeigt sich bei allen identifizierten Altergruppen eine beinahe klischeehafte Themenverteilung: Junge Frauen interessieren sich für Entertainment und Dating, von 25 bis 41 stehen die Bereiche Familie und Kinder im Mittelpunkt 46%). Die Familienplanung abgeschlossen haben die "Boomers" (42-60) und können sich jetzt auf ihre Gesundheit konzentrieren (41%). Und Damen im fortgeschrittenen Alter verwöhnen nicht mehr nur ihre Enkel mit Familienrezepten, sondern machen sie dem Internet zugänglich (Food: 31%).

Die Autorin dieses Blogs gehört in die Gruppe der Millennials und verfolgt tatsächlich auch mit Interesse Blogs, die sich mit den genannten Themen beschäftigen - im Fokus dieses Mini-Blogs soll aus bestimmten Gründen das Thema "Fashion/ Beauty/ Shopping" sein.

*Alle Daten aus:
Wright, Susan/ Camahort, Elisa: The BlogHer/ Compass Partners 2008 Social Media Benchmark Study.
http://www.blogher.com/files/BlogHer.CompassPartners.Social%20Media%20Study.ppt.pdf